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Rückmeldung und artenübergreifende Freundschaften vom 20.07.11

Mir ging es lange Zeit nicht sehr gut, war viele Wochen im Krankenhaus.

 

Nun, auch pferdetechnisch bin ich wieder da. Meine Pferdis haben mich ganz schön vermisst. Egal wie wir es drehen und wenden, ob wir glauben, dass die Pferde uns lieben oder unsere Freunde sind oder ihnen solche Gefühle sogar absprechen: Pferde mögen uns. Sie sind gern mit uns zusammen (oder wir haben etwas echt falsch gemacht) und ihre Zuneigung geht über das Leckerli geben hinaus.

 

Sie haben sich sichtlich gefreut, als ich wieder da war. sie sind mir hinterher gelaufen, haben mich, wenn auch zärtlich, von allen Seiten beschnuppert, berührt, beleckt und vorsichtig ihre Nasen an mir gerieben. Ein Pferd ist mehr als eine Sammlung an Instinkten. Seine Gefühle, gerade als soziales Wesen, machen es möglich, auch zum artfremden Menschen eine Beziehung einzugehen. Ist das Liebe? Freundschaft? Es ist egal wie man es nennt, aber es ist eindeutig eine positive Empfindung uns Menschen gegenüber. Und sie sind nicht so blöd, dass sie jedem Menschen diese Empfindung gegenüber hätten. Sie können uns jederzeit unterscheiden. Warum glauben wir, dass sie keinen Unterschied machen, ob Person x oder y sich kümmert? Sie vergeben ihre Sympathieen auch an andere Menschen, wenn diese sie gut behandeln. Dadurch steigt DIESER MENSCH wieder in der Beliebtheitsskala. Sie können sich ihren Menschen nicht immer aussuchen, aber sie können lernen diesen Menschen lieb zu gewinnen. Und ich finde es nur natürlich, wenn dieser Mensch für sie mit mehr Freude verknüpft wird, als andere Menschen. Warum soll es also so abwegig sein, dass Pferde IHREN Menschen mögen, eine artenübergreifende Freundschaft bilden?

 

Und als langjähriger Besitzer geben wir dem Pferd Sicherheit, sind für ihn verlässlich, fast täglich sind wir da, sorgen für saubere Hufe, ausgewaschene Augen, ein paar Streicheleinheiten und oft sogar fürs Futter. Ein paar liebe Worte bekommt es von uns und so entsteht eine Vertrautheit, die man sich nicht ausreden lassen sollte.

Und wenn ihr nun sagt, dass ihr und eure Pferde Freunde seid, dann glaube ich das gerne. Denn auch wenn einer von Euch der bestimmende Part in der Beziehung ist (ich hoffe, dass das der Mensch ist), so heißt das ja nicht, dass man nicht sogar dafür gemocht werden darf. Sicherheit durch Führung, sanfte Führung, klare Strukturen und ja, auch Sanktionen.

 

Ein Pferd mag nicht das hellste Licht sein, aber es versteht oft mehr, als man ihm zutraut. Ich fürchte in Beziehungsfragen ist es uns weit überlegen.

 

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Ich geh dann mal neue Fliegennetze kaufen. Bis die Tage!

1.2.15 13:31
 
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