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Geraderichten vom 19.12.10

Pferde unter dem Sattel werden vom Reiter gerade gerichtet. Das ist eine der Grundsätze bei fast allen Reitweisen. Hier geht man dem richtigen Ansatz nach, dass ein Pferd nur gleichmäßig belastet wird, wenn es auch gleichmäßig Gewicht aufnimmt.

 

Nun, diese Theorie stelle ich einfach mal nicht in Frage. Ich hab das so gelernt und mir fällt auch kaum ein gegenteiliges Argument dagegen ein. Höchstens noch, dass man als Mensch auch fast alles mit einer Seite macht. Ich komme mir komisch vor, wenn ich den falschen Fuß zuerst auf die Treppenstufe setze. Es bringt mich aus dem Takt.

 

Wenn ich unbewusst nach etwas greife, dann immer mit der gleichen Hand. Achte ich bewusst auf gleichhändiges Handeln, dann kommt mir das oft komisch vor. Meine falsche Seite protestiert dann auch gern mit Verspannungen. Ergo: Der Mensch ist in sich nicht geradegerichtet und das gehört sich wohl auch erstmal so.

 

Tatsächlich ist bei rechtshändern die rechte Körperhälfte auch besser auf seine Aufgaben ausgelegt. Sie ist meist kräftiger und schneller, die Bewegungsabläufe sind im Gehirn und scheinbar auch in der Muskelmasse gespeichert und gehen ohne Mühe und ohne Denken von statten. Müssen wir jetzt auch alle umdenken?

 

Meine Puppi ist Linkshänder (oder Linkshufer), ich bin Rechtshänder. Anstatt, dass das eine perfekte Mitter ergibt, behindert es uns ständig. Sie kann besser auf der linken und ich besser auf der rechten Hand arbeiten. Zusammen ergibt das Chaos. Schade. Hätte ja auch einfach sein können.

 

Eine Zeitlang hatte ich eine Bekannte da, die um Klassen besser ritt, als ich jemals reiten werde. Sie ist linkshänder und hat bei Puppi in wenigen Reiteinheiten Erfolge erzielt, die ich nicht rausreiten konnte. Dennoch bin ich ihr dankbar für jeden Ritt, denn danach war Puppi auch für mich traumhaft nachzureiten... bis uns wieder unsere Händigkeit in Schwierigkeiten brachte. Natürlich muss ihre und meine Gesundheit dadurch leiden und wir arbeiten weiter an dem Problem.

 

Und nun der Grund, weshalb ich darauf überhaupt komme (nicht lachen bitte): Ich sehe täglich Menschen mit ihren Hunden an meiner Wohnung vorbei Gassi gehen. Die Hunde werden von ihren Menschen fast immer von links geführt, weil Mensch die Leine anscheinend gern mit rechts hält. Und diese Hunde laufen GROTTENSCHIEF. Selbst an der langen Leine laufen sie, als hätte der Boden seegang oder das Schiff Schlagseite. Warum macht da niemand was gegen? Keine Katze läuft so, kein Hamster und kein Wolf. Es muss also an der Leine liegen. Ist auch logisch. Hund möchte seinem Herrn ja nicht unter die Füße kommen und läuft zu seiner Seite möglichst hohl... wie viele Hunde mit Haltungsschäden bringt das wohl hervor? Ist dies die neue Marktlücke? Bodenarbeit mit dem Ziel geraderichten für den Hund?

1.2.15 13:18
 
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