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Pferdeschutz und Geld vom 01.08.2010

Pferde kosten Geld. Viel Geld. Und es gibt Pferde, die bei Tierschützern landen. Soweit so klar. Nun kann man auf die Frage kommen, wie ein Tierheim, eine Pflegestelle oder ein Privatmann die doch recht zahlreichen beschlagnahmten oder geretteten Pferde so bezahlt. Denn schon bei Katzen- und Hundepflegestellen summieren sich die Kosten weit über die Möglichkeiten vieler Tierschützer hinaus. Dabei handelt es sich hier doch gegen die Kosten, die ein Pferd verursacht, oft um Peanuts.

 

Ein bischen gestöbert und schon findet man heraus, dass es sich bei Pferderettern zu einem Großteil um engagierte Privatleute handelt. Hier wird die Sache aber wieder komplizert. Während vom Vet-Amt beschlagnahmte Pferde für gewöhnlich einfach nur extern untergebracht und vom Staat bis zur Vermittlung oder Erlösung bezahlt werden (das Amt holt sich die Kosten auch gerne vom Ex-Halter wieder), werden viele Pferde von Privat auch auf eigene Kosten gehalten.

 

Und während schon die staatlich unterstützte 'Tierschutzorganisation ein Problem mit den Kosten hat, sind diese Leute auch noch von staatlichen Hilfen abgeschnitten. Eine noch schlechtere Ausganglage.

Staatliche Unternehmen können offiziell Spenden annehmen und Spendenquittungen fürs Finanzamt ausstellen, versteuern ihre Einnahmen soweit nötig und bewegen sich im rechtlich einwandfreien Rahmen. Bei Privatleuten wird es da etwas schwieriger.

 

Wofür spende ich da überhaupt? Dafür, dass ein Mensch mit Helfersyndrom und Gottkomplex ein Pferd nach dem anderen aus dubiosen Verhältnissen anschafft und diese doch eigentlich eh nicht bezahlen kann?

 

Wie ich jetzt darauf komme? Nun in einem meiner vielen Pferdeforen gibt es den Fall eines Jungpferdes. Es kam vom Züchter und hatte mehr als einen offensichtlichen "Mangel". Es wäre daran nicht gestorben, doch angenehm war sein Leben damit nicht wirklich. Ein chronisch krankes und unerwünschtes Fohlen (so ein Züchter bangt auch immer gern um seinen Ruf) wurde nun gekauft und im Forum um Hilfe gebeten.

 

Was für Hilfe denn? Man hat das Tier doch offensichtlich privat gekauft, weil man es retten wollte. Also musste man die Kosten im Vorfeld kalkuliert und eingeplant haben, sonst hätte man es wohl kaum getan. Nun gibt es wohl die Option einer Operation. Es wird im Forum ausdrücklich betont, dass das Pferd die Operation derzeit nicht bekäme, weil es die Chance hat, auch ohne OP ein ziemlich normales Leben zu führen. Man würde das Geld dafür aber haben... nicht dass jemand denkt, sie würden die OP aus Kostengründen dem Pferd vorenthalten.

 

Nun wurden einige Sachspenden von einigen Usern bereits getätigt. Auf die Frage, was die "Retterin" denn noch bräuchte, wurden diverse Decken (z.B. eine Regendecke) genannt. Wohl gemerkt, es handelt sich hier um ein Jungpferd, welches im Normalfall mit seinen Altersgenossen auf einer Jungpferdeherde stehen sollte... ohne Decken und sonstigen Firlefanz.

Und mal ehrlich: Kein Geld für eine (unnötige) Regendecke, aber die OP-Kosten locker in der Hinterhand? Das Widerspricht sich meiner Meinung nach total.

 

Also meinetwegen rettet alle Pferde dieser Welt... aber bitte auf eigene Kosten.

1.2.15 12:58
 
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