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Rechtlich heikel, aber tierärztlich okay? vom 22.07.2010

Puppi hat Probleme mit Grasmilben. Und nein, es sind keine Herbstgrasmilben, die im Herbst kommen und den Sommer über Ruhe geben... nein, die sind schon ab Juni spätestens voll aktiv. Und so lebte ich jedes Jahr mit offenen Beinen meiner Puppi.

Zunächst gingen wir von Mauke aus (aber warum im Sommer?). Zink-Lebertran-Paste, Waschungen mit Schmierseife, Heilsalbe, Wundsalbe, Zinksalbe, Zinkpaste, Rivanolsalbe... nichts brachte Linderung. Bis zu den Sprunggelenken war alles offen, krustig und nässend.

 

Dann kam der Versuch mit Ivermectin (eine Wurmkur auf die Beine aufgetragen), weil der Verdacht auf Grasmilben bestand. Warum das nicht half, kann ich nicht sagen. Und so kamen wir vom Befund Milben ab und dachten an photoaktivierte Dermatitis. Sie bekam luftige aber lichtdichte Gamaschen... es half nicht.

 

Ein Bericht im Landwirtschaftlichen Wochenblatt half. Hier konnte man auf der Weide Grasmilben nachweisen, in dem man ein Blatt Papier (weiß!) auf die Wiese legte und abwartete. Tatsächlich sprangen kleine Insekten auf das Papier und der Vergleich mit der Beschreibung und Abbildung von Grasmilben brachte eine recht hohe Population dieser Tiere auf meiner Weide zu Tage. Da Puppi weiße Beine hat, konnte ich mir jetzt auch vorstellen, warum gerade sie Probleme mit diesen Viechern hat.

 

Ein anderer Tierarzt half: Er verordnete Butox. Und nun kommts. Butox ist nicht für Pferde zugelassen. Dennoch versuchte ich es (damals noch nichts ahnend) und es half perfekt. Seitdem befinde ich mich auf dem Pfad der illegalen Verwendung von Medikamenten - tierärztlich abgesegnet.

 

Und wenn man weiter forscht, stellt man fest, dass das Rivanol (welches die Pferde hier alle nach wie vor bei Entzündungen oder Hufgeschwüren bekommen) ebenfalls nicht mehr für Pferde zugelassen ist.

 

Das gleiche gilt für ebenso viele andere Hausmittel, die sofort vom Tierarzt und befreundeten Tierhalter als Mittel der ersten Wahl empfohlen werden. Blauspray ist hier ein gutes Beispiel.

 

Also bewegen wir uns weiter auf dem Weg der illegalen Medikamentenumwidmung oder suchen wir weiter... und lassen unsere treuen Vierbeiner inzwischen mit halb- oder unwirksamen Medikamenten unter ihren Wehwehchen und Läsionen leiden? Entspricht das denn dem Tierschutzgesetz? Muss ich nicht sofort versuchen Linderung zu verschaffen und verstößt es nicht auch gegen das Gesetz, ein Tier unnötig leiden zu lassen, wenn man doch weiß, das etwas da ist, was hilft?

 

Wie auch immer, lasst euch nicht erwischen!

1.2.15 12:57
 
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