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Gegen den Frust 03.07.10

Zuletzt hatte ich ja von dem "Zügel-aus-der-Hand-reißen-Problem" berichtet. Ich habe jetzt einiges probiert, bin aber nicht einen Schritt weiter.

 

Also zunächst habe ich einen gebisslosen Zaum unter die Trense geschnallt. Ich habe sie vor einigen Jahren schonmal versucht zum Spaß auf Gebisslos umzustellen, aber das klappte gar nicht. Sie wird dann unruhig und guckig. Irgendwie sucht sie diese permanente Verbindung zur Reiterhand und wenn diese Anlehnung nicht gegeben ist, wird sie unsicher. Nun, man kann das weiter probieren, hilft aber leider auch nicht gegen das Ziehen. Sie tut es nämlich auch mit zwei Zügelpaaren und Druck auf der Nase und unter dem Kinn. Mein Bein ist dran, ich reite konstant weiter und dennoch, fünfhundert Meter von Zuhause immer an den gleichen Stellen, beginnt sie mit dem Mist.

 

Ich war frustriert und habe so verkrampft weiter daran gearbeitet. Zuletzt ging dann gar nichts mehr. Puppi wurde bockig, richtig pampig, ging nur noch rückwärts, seitwärts, vorwärts gegen den Schenkel wie sie grad wollte und reagierte gar nicht mehr. Ich wurde zum Beifahrer degradiert. Als Quittung wurde ich wieder ärgerlich, ließ sie jetzt eine Wendung nach der Anderen machen, ging in Schlangenlinien und Seitwärtsgängen durch die Pampa... und sie wurde maulig. Zog wie verrückt bei jedem Handwechsel die Zügel, drängelte gegen den Schenkel und ließ sich schon im Schritt nicht mehr halten. Ganze Paraden wurden ignoriert.

 

Sie ist manchmal wirklich der büffelige Typ. Tja und nun? Seitdem hab ich sie nicht mehr geritten, denn es tat mir mehr als leid (und meine Finger taten mehr als weh). Sie macht das bei allen Reitern und es ist echt übel. Die Idee mit dem Kimblewick oder einer Springkandare habe ich verworfen. Sie würde auch dort einen Weg finden, sich zu wehren. Zur Not wahrscheinlich nur noch Rückwärts gehen und das Steigen anfangen oder so.

 

Also was tun gegen den Frust? Warum ist sie überhaupt so wehrig? Die Tierärzte und Reitlehrer sprechen von einer Marotte. Aber warum sieht sie nicht ein, dass sie sich damit nur selbst weh tut, wenn ich mich einfach nur versuche durchzusetzen? Sie könnte die letzten zehn Minuten auch einfach genauso locker in Anlehnung gehen, wie sonst auch.

 

Nun hatte ich eine neue Idee: Einfach mal wieder auf Spaß beim Pferd setzen. Sie hat die Nase vom Reiten inzwischen voll und das will ich nicht und wollte ich nie. Also einfach mal locker durchs Gelände und die Gymnastizierung vernachlässigen. Und an dem Punkt, an dem sie wieder zieht, bekommt sie den Zügel komplett. Hoffentlich mach ich es damit nicht noch schlimmer. Denn im Grunde genommen hat sie dann gewonnen.

1.2.15 12:55
 
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