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Warten im Stall

Viele Leute wohnen ja nicht direkt am Stall und wenn sie dann einen Termin mit Tierarzt, Sattler oder sonstigen Pferdehandwerkern haben, dann sind sie gezwungen vor Ort zu warten.

 

Gut, in großen Ställen gibt es da ein Reiterstübchen und noch etwas mehr Gesellschaft, aber ich bin halt auch hier mit der einsamen Robusthaltung irgendwie gestraft. So auch gestern.

 

Ich hatte einen Sattlertermin um 12.15 Uhr. Dazu war ich dann um 11.45 Uhr am Stall. Weil ich wusste, ich habe noch Zeit, habe ich begonnen die Ställe zu misten und Futter bereit zu stellen und da begann das kleine Drama:

 

Die Pferde werden bei uns langsam angeweidet. Gestern früh lag eine dünne Schneeschicht auf der nassgeregneten Erde und weil ein Sattler gern saubere Pferde hat, habe ich früh morgens schon Regendecken aufgezogen.

 

Meine Puppi und meine Omi waren dann so gallig aufs Rauskommen, dass sie das Fressen gleich wieder eingestellt haben. Gut, von Puppi kenne ich das. Komme ich morgens früh nach dem Füttern in den Stall, dann denkt sie, es geht raus und stellt immer die Nachrungsaufnahme ein. Bei Omi war das neu.

 

Also die Pferde allesamt rausgestellt. Der Wallach der Stallkollegin stand schon draußen und auch er hatte sein Heunetz nicht angerührt. Er stand am Tor zur Weide und wollte aufs Gras. Heu war langweilig.

 

Das gleiche Bild erwartete mich dann auch mittags. Alle  Pferde rannten bei meinem Anblick sofort zum Tor zur Weide, dachten wohl, ich würde sie auf die Weide lassen.

Nun hatten sie alle nicht viel gefrühstrückt und weil Omi und Puppi eh zum Sattler mussten, sammelte ich die beiden nach dem Misten ein, stellte sie in ihre Boxen und nahm die Decken ab.... und wartete.

 

Die Mädels waren immer noch nicht der Meinung, dass man Heu fressen kann. Sie wieherten den Kollegen draußen zu und weigerten sich, sich zu beruhigen. Puppi zitterte sogar vor Aufregung. So lange ich im Stall war, schlug Puppi mit dem Huf vor die Boxentür und scharrte auf dem Boden. Also konnte ich auch nicht im Stall warten. Ab zum Parkplatz.

 

Hier stand ich dann erneut, setzte mich zwischendurch ins Auto, lief in den Regenpausen ziellos auf dem Hof herum, immer bemüht einen Bogen um die Pferde zu machen. Denn die Pferde auf den Paddocks wurden bei meinem Anblick unruhig, weil sie hofften, auf die Weide zu kommen und meine Mädels versuchten bei meiner Anwesenheit die Boxen zu verlassen...egal wie.

Das ist doch bescheuert, oder? Irgendwann rief der Gute dann an, er stünde im Stau. Er käme fast eine Stunde später. *seufz*

Ich war genervt. Einmal vom verspäteten Termin und zum anderen von der Reaktion meiner Pferde. Dass sie tatsächlich das Fressen einstellen, nur weil sie ihren Willen (Gras) wollen, ist mir unbegreiflich.

 

Also weiter ziellos auf dem Hof herumgewandert. Schließlich reichte es mir und ich habe einfach die Schubkarre geholt und schonmal die Paddocks abgeäppelt und, oh Wunder, die Mädels in den Boxen hatten auch endlich das Fressen angefangen.

 

Der Sattlertermin ging recht ruhig von statten. Erstaunlich für so einen Anfang.

Der Sattel von Puppi soll jetzt passen, die Kissen müssen sich noch setzen. Jetzt heißt es reiten, so weit die Kniescheibe mitmacht. Und so weit ihre Nerven mitmachen. Omi kriegt nen neuen Sattel. Also die Tage gibt es einen neuen Termin. Wieder warten.

Hoffentlich ist es dann wenigstens warm, trocken und die Pferde haben dann hoffentlich schon den halben Tag auf der Weide verbracht und sind nicht mehr so gallig.

1.2.15 12:47
 
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