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Ein delikates Männerthema: Wallache vom 05.05.2010

Ein Wallach ist ein armes Pferd, oder nicht? Seiner Männlichkeit beraubt ist er nicht Fisch und nicht Fleisch. Die Stuten baggern ihn an und er kapiert nicht mal, warum. Die anderen Männer nehmen ihn nicht für voll... armer Eunuch.

 

Aber ist das wirklich so schlimm? Nun, was macht einen Hengst zum Hengst? Was macht sein Leben lebenswerter? Ganz einfach: Fast nichts! Hat der Hengst die Möglichkeit zu decken, lebt er oft (nicht immer!) in seiner kleinen Box, evtl. mit einem Paddock oder einer eigenen kleinen Parzelle und hat so viel Herdenleben wie der Knastbruder Hengst nebenan, der in der letzten vergitterten Box vor sich hinvegetiert.

 

Hengstgruppen, Hengst-Wallachgruppen? Das sind nach wie vor immer noch große Ausnahmen. Und nicht selten hat eine schlechte Planung dieser Weidegemeinschaft auch die Folge, dass der Hengst irgendwann wieder in Einzelhaft verschwindet.

Armer Hengst muss man da sagen.

 

Aber was nimmt man ihm, wenn man ihm die Hoden nimmt? Ganz klar nimmt man ihm eine Menge Testosteron. Und damit auch oft den übermäßigen drang, sich zu reproduzieren und herumzustreiten. Denn wo man sich nicht vermehren will, da muss man auch nicht drum kämpfen. Je nach Persönlichkeit des einzelnen Tieres ist dies mal mehr und mal weniger von den Hormonen abhängig, aber ein wenig leichter wird es auf jeden Fall... denn nun steht einer artgerechten Haltung nicht mehr viel im Wege. Die Reproduktion ist ausgeschlossen, das Tier muss nicht wegen seiner Triebe von anderen (vor allem Stuten) ferngehalten werden.

 

Nimmt man ihm damit die Lebensfreude? Nun, das Leben jeder Spezies ist auf Reproduktion ausgelegt. Wer hier den einzigen Sinn eines Lebewesens sieht, der müsste auch seine Stute jedes Jahr decken lassen, seine Hunde hundert Mal werfen lassen und jedem bischen Tierschutz und Geburtenkontrolle den Rücken kehren.

 

Nun kommt das delikate an dem Thema: Die Lust am anderen Geschlecht und dem Akt an sich. Und ob ihrs glaubt oder nicht, selbst kastraten, also Wallache, haben durchaus immer mal wieder das bedürfnis, ihre Stuten zu decken oder sich das Rohr freizuschütteln. Nur leider nicht mehr so oft.

Warum leider? Nun, ein solches "Rohr" reinigt sich beim Ausfahren und Abschütteln selbst. Jeglicher Dreck und alte Hautschuppen werden hierbei entfernt. Und gerade weil ein Wallach das entgegen der Natur nicht mehr ganz so oft tut, bildet sich vermehrt Smegma, welches durch einfaches ausfahren nicht mehr abfällt.

 

Unter Umständen setzt es sich unter der (Achtung, nicht Jugendfrei!) Vorhaut fest und dann geht das Ausfahren gar nicht mehr.

Und? Machen sich die lieben Frauchen und Herrchen jetzt Sorgen um die Sauberkeit des Piephahns ihres Wallachs? Nun, gerade heute durfte ich in einem Forum wieder das geballte Wissen lesen:


und zwar hab ich seit 3 Wochen einen Hafi Wallach...nun ist mir aufgefallen, dass er zum Pinkeln nie seinen Schlauch ausfährt.

 

Die Antwort erfolgt promt:

 

ich habe jetzt meinen wallach seit knapp 10 jahren und die ersten 2-3 jahre hat er auch noch ausgefahren zum pinkeln. ab dann hat er merkwürdigerweise dann nicht mehr ausgefahren. Aber bei uns am stall ist eigentlich so gut wie kein wallach,der dazu ausfährt.

 

Ich finde das sehr bedenklich. Wenn er gar nicht ausfährt, pinkelt er sich unter die Vorhaut. Ob das so gesund ist? Ich denke eher nicht.

 

Dann doch lieber ab und zu mal reinigen, auch wenns unangenehm und vieleicht ein wenig peinlich ist.

1.2.15 12:46
 
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