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doch lieber stricken vom 02.05.2010

Heute gibt es mal was interessantes zu lesen. Wie ich schon angedeutet habe, Pferdeleute haben einen an der Waffel. Hier also mal ein paar Sammlungen der Ergüsse meiner lieben Reiterschaft.

 

Vor einigen Jahren stand ich mit meinem Pferd in einem Stall. Der gehörte den Eltern einer ehemaligen Schulfreundin.

Mein Pferd war ein Wallach und wohl der bravste Knopf, den man sich vorstellen kann. Auf Wanderritten konnte ich ihn zu jedem Pferd stellen, die dominantesten Stuten und Wallache kamen mit ihm klar, er war einfach nur ein gut sozialisierter Schatz.

In diesem Stall gab es einen Hengst und ein paar Stuten. Diese kamen auch damals auf die Weide... nicht der Hengst, denn ein Hengst gehört in die letzte Box, vergittert und vernagelt... böse Viecher angeblich (schon das war mehr als bescheuert). Und was war mit meinem Wallach? Der musste alleine stehen. Angeblich vertragen sich Stuten und Wallache ja nicht. Und so eine Aussage von einem langjährigen Pferdezüchter?

 

Gemistet wurde nicht. Angeblich hält eine Mistmatratze ja schön warm von unten. Und im Winter (ab November) raus? Um Gottes Willen, die werden doch sofort krank. Nein, bis Mai bleiben die Pferde im Stall... na danke schön. Ich bin schneller geflüchtet, als die stop sagen konnten.

 

Natürlich bin ich nur unter den üblichen Drohungen vom Hof gekommen. Sie würden mich fertig machen, meinen Ruf ruinieren... blablabla.

 

Also auf zur nächsten SB. Reizende Zicke. Hätte sie sich nicht jahrelang aus dem Stall rausgehalten und uns paar Einsteller einfach wuseln lassen, ich wäre nicht so lange da geblieben. Im Grunde war ihr recht schnuppe, was wir da so auf dem Hof anstellen. Zumindest die ersten Jahre. Irgendwann wollte sie den Hof ausbauen, mehr daraus machen, ihn in einen richtigen Reitbetrieb verwandeln... und schon begann der Stress.

 

Sie lieh sich meinen Sattel ungefragt aus (gut, soweit so harmlos), ich durfte eine tote Katze, die über meiner Box im Kabelschacht steckte nicht bergen (und der Verwesungsgeruch im Stall war mörderisch), sie stellte ungefragt Pferdegruppen neu zusammen, was einem Pferd das Leben kostete. Sie war es auch, die drei junge gesunde Pferde zum Schlachter geben wollte, als ihr Ego angeknackst war. Sie vergriff sich zuletzt ungefragt an meinem Pferd, wollte ihm benehmen beibringen, mit Kette und Gerte und Zwang. Das Pferd überschlug sich mehrmals, riss sich los... ich sollte die Rechnungen für die zerstörten Sachen tragen und Trainingsgebühr verlangte sie auch noch... als Druckmittel wurde ein Vorhängeschloss an die Box gehängt und dem Tier das Wasser verweigert...

 

So etwas krankes gibt es nicht? Oh ja, und wie. Auch von diesem Hof bin ich nur mit Drohungen und Beschimpfungen gekommen.

Diese beiden Pferdeställe stellen aber heute die einflussreichste Pferdeszene der Gegend. Ich kenne viele, die ähnliche Probleme mit diesen lieben Mitmenschen hatten. Eine Stute wurde von der Dame für eine Veranstaltung von einer Einstellerin ausgeliehen - ohne die Einstellerin zu fragen. Das heißt nicht ganz, denn sie hatte gefragt und ein eindeutiges "Nein" zum leihen bekommen. Weil die Stute nicht Wesensfest genug für die Veranstaltung war, bekam sie etwas Beruhigungsmittel. Die Einstellerin erfuhr es direkt nach der Veranstaltung und hat den Stall gewechselt. Sonstige Konsequenzen blieben aus.

Die Dame benimmt sich wie die Axt im Walde und nimmt, was sie will, ohne zu fragen, ohne Anstand. Und tut jemand etwas dagegen?

Nun, auf meinen Versuch bekam ich die volle Breitseite zu spüren (und werde sie wohl auch wieder zu spüren bekommen, so bald jemand dieser Spähren wieder über diesen Blog stolpert). Wort gegen Wort, Beweise sind schwer zu sichern, der Ruf dieser Leute ist in Stein gemauert und unerschütterbar.Der Heiligenschein leuchtet über ihnen.

 

Wie ich heute darauf komme? Nun, ich las im Forum von den Schwierigkeiten einer Einstellerin, ihre Pferde trotz Kontoauszug-Beleg in den neuen Stall mitzunehmen. Der alte Stallbetreiber behauptete, die Miete nicht bekommen zu haben und griff (wie oben in meinem Fall) zu verbaler Einschüchterung und Schlössern. Die Einstellerin schrieb grade, dass sie es nach einem nervenzerfetzenden Nachmittag geschafft habe, die Pferde da raus zu holen. Auch hier ging es nicht ohne Androhung von Polizeigewalt und dem Verlust von sehr vielen Nerven.

 

Machen Pferde krank im Hirn? Was hat dieses Hobby, dass es so viele Cowboys und selbsternannte Alleinherrscher hervorbringt? Nirgends kenne ich mehr Psychopathen, als im Pferdebereich.

Vielleicht hätte ich lieber stricken sollen...

1.2.15 12:44
 
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