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Reitbeteiligung ohne Halle? vom 26.04.2010

Ich begegne diesem Satz immer wieder. Du hast keine Reithalle, also wirst Du auch keine vernünftige Reitbeteiligung finden. Vernünftige Reiter, die was können, reiten nicht in Ställen ohne dauernde Trainingsmöglichkeiten.

 

Mich wurmt das ehrlich gesagt sehr. Vor nicht allzu langer Zeit (okay, ich bin alt, also vielleicht doch vor so einiger Zeit) waren Reithallen die Ausnahme. In den 80 er Jahren wurden diese vermehrt gebaut. Dennoch war als Privatreiter ohne Vereinsanschluss hier eher kein Bedarf zu sehen. Jahrhunderte reiten wir Menschen schon Pferde. Sie waren sogar mal Verkehrsmittel Nummer eins. Wenn man nun sagt, dass man ohne Halle im Winter ja nicht reiten kann, dann frage ich mich ersthaft, wie die Menschheit dann früher von A nach B gekommen ist, wenn die Tiere die Wintermonate keinen Fuß vor die Tür setzen konnten.

 

In meinem Stall wird im Winter draußen geritten. Und da ein geeigneter Platz (auch den gab es damals eher selten) fehlt, dient das hügelige Gelände zum ordnungsgemäßen Trainieren des Reitpferdes. Der Nachteil: Es wird im Winter sehr früh dunkel und meine alten kaputten Knochen tun im Winter öfter weh.

 

Nun, man betreibt die Reiterei ja als Hobby und so reicht  es ja, wenn man sich im Winter dann nur mal kurz aufs Pferd schwingt und es ruhig angehen lässt. Der sportliche Aspekt weicht hier eher dem Erhalten der Form und der Rittigkeit. Wenns dann mal nicht ganz so intensiv und viel ist, wie im Sommer, ist das durchaus nicht schlimm.

 

Aber womit ich mich als Pferdebesitzer (und so einige andere Pferdebesitzer) abfinden muss, scheint für Reitbeteiligungen unmöglich zu sein. Im Winter weniger reiten? Mal nass werden? Unmöglich. Ohne Halle geht da anscheinend gar nichts. Immerhin bezahlt man ja fürs Reiten und nicht fürs rumjuckeln.

 

Und so schlage ich mich mit den wenigen Reitern herum, die sich auch im Winter nicht zu schade sind, nass zu werden. Hier werden aber schon Einschränkungen gemacht. Denn auch diese Reiter sind ja erst gegen Abend im Stall. Dazu maximal ein Mal in der Woche, weil sie sonst länger arbeiten müssten. Was bringt mir dann diese Reitbeteiligung? Soll ich erst warten, bis sie im Winter feststellen, dass man kaum noch raus kommt, weil man zu spät im Stall ist? Dass ab einer gewissen Uhrzeit der Wald dem Jagdpächter gehört und man im stockfinsteren auch nicht ganz so schön reiten kann, wie bei Tageslicht? Dazu scheint das reiterliche Können tatsächlich bei den Hallenreitern zu liegen. Bei diesen wetterfesten Buschreitern ist reiterliches Können anscheinend doch eine Ausnahme.

 

Was bin ich denn dann? Ein Alien? Weil ich eine reiterliche Ausbildung genossen habe und mir für Unterricht nicht zu schade bin und war? Weil ich ein Pferd auch im Gelände gymnastizierend über den Rücken reiten möchte?

 

Und um der Schwierigkeit eine RB zu finden noch einen Härtegrad mehr zu verleihen, muss meine Puppi auch noch Knieprobleme haben. Wer soll denn unter den Bedingungen noch jemanden finden, der genügsam, wetterfest, reiterlich und zeitlich geeignet ist?

Verzweifelte Grüße

1.2.15 12:41
 
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